27.07.2015

Lukas Lai gibt Einblicke in modernes Kraft- und Athletiktraining

Es war ein interessanter und für einige Teilnehmer ein körperlich intensiver Sonntagnachmittag in der Akademie des Sports. Lukas Lai gewährte den anwesenden Trainern der gestrigen Coach Clinic praxisorientierte Einblicke in seine Philosophie.

Lukas Lai beim erläutern seiner Trainingsphilosophie für Kraft- und Atheltiktraining im Basketball.


Nach einer kurzen Begrüßung durch Gastgeber Danny Traupe, welcher das Coaches Mentoring der DUDES betreut, übernahm Referent Lukas Lai das Wort. Der gebürtige Gießener fühlte sich in der Region Hannover gleich ein bisschen heimisch, hat er doch in Göttingen und Hildesheim seine physiotherapeutische Ausbildung absolviert. Daneben hat er bis heute diverse Fortbildungen in den Bereichen Physiotherapie, manuelle Therapie und Athletik, u.a. in der Akademie des Sports Hannover, besucht, um seinen Status als ambitionierter und erfahrener Physiotherapeut und Atheltiktrainer zu unterstreichen. Zudem ist er Mitglied eines Expertengremiums mehrerer Athletiktrainer aus der BBL die sich seit 2014 jährlich zu einem Symposium im Januar Bonn/Troisdorf treffen und Fortbildungsseminare anbieten.

Nach ein paar einleitenden Worten und einen kurzen Übersicht über die geplanten Themen bat Lai die 15 Teilnehmer zum Einstieg in das Thema Krafttraining direkt zur aktiven Teilnahme auf. Mit vier Testübungen für die Rumpfmuskulatur, statische Übungen, deren Haltedauer eines jeden Sportlers gemessen wird. Die auf diese Weise ermittelten Referenzwerte kann ein Trainer regelmäßig wiederholen, um so Trainingserfolge zu kontrollieren. "Die Rumpfmuskulatur ist die Basis für einen stabilen Spieler" betont Lai in seinen Erläuterungen, finden sich doch bei den meisten Spielern, gerade im Freizeit- und Hobbybereich, aber auch bei den Profis eben in der Körpermitte die größten muskulären Defizite. Bereits von Beginn an betont Lai die präventive Bedeutung seines Trainings für Sportler, egal ob bei Basketballspielern oder anderen. Er sieht in erster Linie den Sportler als Individuum im Zentrum seines Trainings, weniger die ausgeübte Sportart. Die gezeigten Testformen sind ideal für Jugendmannschaften in allen Leistungsbereichen. Eben diese Tests führt er in den DBB-Teams ab der U15 durch und ergänzt, dass "die Spieler der heutigen U18-Nationalmannschaft diejenigen sind, die vor vier Jahren die mit den besten Testergebnissen in den Bereichen Kraft und Athletik waren". Weitere Testformen mit dynamischen Aufgaben waren z.B. Liegestütze deren Rhythmus von einem Metronom (30 bpm) vorgegeben wurden. Anschließend stellte Lai im Kraftraum diverser Kräftigungsübungen vor, bei denen er deutlich macht, dass Geräte für das Krafttraining von gesunden Sportlern nicht funktionell sind. Lediglich für die Wiederherstellung von Mobilität nach Verletzungen sieht er einen sinnvollen Zweck im Gerätetraining. Sein Fokus liegt immer in der Verbesserung von Funktionalität und Bewegungsmustern, vorgegeben durch die Bewegungsabläufe der Sportart und nicht durch die der Maschinen im Kraftraum. Entsprechend frei waren die Übungen, die auf den ersten Blick nicht viel Neues in sich bargen: Bankdrücken, Klimmzüge, Latzug, Kreuzheben sowie ein- und zweibeinige Kniebeuge. Nach der Erläuterung verschiedener Übungen und der Anwendungsmethoden in der Offseason (eher hypertroph, Kraftaufbau) und dem Training innerhalb einer Saison (Supersatz-Methode, Ausgewogenheit zwischen Ober-, Unterkörper) durften sich die Teilnehmer selbst an den Übungen ausprobieren und am Beispiel verschiedener Supersätze unter Anleitung von Lai ausprobieren. Alle Übungen basieren auf dem Push-Pull-Prinzip für Arme und Beine.

Nach einer 15-minütigen Pause ging es wieder zurück, vom Fitnessraum in die Sporthalle um sich nun dem Athletiktraining zu widmen. Das Thema wurde von Lai systematisch in Warmup, Speed, Agility und Quickness und Powertraining zergliedert. 

Einleitend erläutert Lai den Aufbau seines sechs stufigen Aufwärmprogramms, dass mit einem "allgemeinen Warmup" in Kleingruppen oder als Team gestartet wird, gefolgt von korrigierenden Übungen (statischen Dehnungsübungen), 360°-Rumpfstabilität, Dynamic Stretch, Laufschule und einer abschließenden "Aktivierung" durch kurze Drills für Schnelligkeit und Reaktion. 
Um die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems und des Bewegungsapparates anzuregen soll ein "general (allgemeines) Warmup" durchgeführt werden. Dies geschieht eigenständig durch die Spieler oder durch angeleitete Drills, je nach Trainingsgruppe und Möglichkeiten die ein Trainer mit seiner Mannschaft hat. Danach folgen sogenannte "korrigierende Übungen", statische Dehnungsübungen deren vorrangige Funktion korrigierend auf Immobilität und Verkürzungen des Bewegungsapparates wirken sollen. Als dritten Baustein setzt Lai bei der "Rumpfstabilität" an und setzt fort, wo er im Krafttraining bereits den Fokus hatte. Bekannte Übungen wie den Unterarmstütz werden hier angewendet, Lai baut aber gezielt Steigerungsstufen und Zeitkomponenten ein, die einen intensiveren Trainingseffekt verfolgen. Beim darauf folgenden "Dynamic Stretch" handelt es sich um eine Kombination aus dynamischen Dehnen und Stabilitätsübungen für den Rumpf. Abschließend wird mit der Durchführung einer Laufschule schon in den koordinativen Bereich hineingearbeitet. Vom Fussgelenkslauf bis hin zu Rhytmusläufen kann die Laufschule die Basics aus der Leichtathletik enthalten aber auch um Basketball typische Schrittfolgen ergänzt werden.
Im Anschluss an das Warmup standen Trainingsformen für die Verbesserung von "Speed, Agility und Quickness" an. Hierzu durften die gerade aufgewärmten Clinic-Teilnehmer gleich weiter machen - nach einer kleinen Pause aber erst, war doch das Warmup schon ordentlich schweißtreibend. Auch für Speed, Agility und Quickness ist es für Lai wichtig eingangs einen Status quo zu erheben und stellt dafür zwei Testformen vor, die sowohl die Eigenschaften Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Wendigkeit einzelner Spieler in Erfahrung bringen. Die Ergebnisse sind sowohl für den Trainer, als auch für den Spieler selbst ein gutes Kontrollorgan, ob eben die genannten Eigenschaften gut oder weniger gut ausgeprägt sind und folglich verbessert werden müssen. Methodisch geht Lai nach dem Stufenmodell A, B, C vor. Das Modell verfolgt den Erwerb von koordinativen Grundfertigkeiten (A) hin zu anspruchsvolleren Übungen mit Bewegungselementen (B) bis schließlich zu Übungen wo der Athlet unter höchster Belastung (C) sein Können trainiert und verbessert. Der T-Test (Video) ist dabei eine Möglichkeit diese entsprechend zu prüfen, idealerweise mit einem Lichtschrankensystem.
Beim Power-Training packt Lai die guten alten Medizinbälle aus richtet schöne Grüße von Felix Magath an das Plenum. Mit seinem Übungsarsenal schließt Lai den Kreis zum Krafttraining aus dem ersten Clinic Block. Hier kommt es nun zu dynamischen Übungen um die Power - Lai versteht darunter eine Masse in kürzester Zeit maximal zu beschleunigen - eines Spieler zu verbessern. Unter intensivem Einsatz einiger Clinic-Teilnehmer hat Lai eine Auswahl an Übungen gezeigt, die letztlich für jeden Trainer mit einfachsten Rahmenbedingungen auch im Hobby- und Freizeitbereich umzusetzen sind und die Spieler schnell und effektiv verbessern können. Die Probanden fanden es zumindest gut und haben tatsächlich ein paar neue Grenzen und Herausforderungen am eigenen Leib unter professioneller Anleitung erleben dürfen. Die Begeisterung und das positive Körpergefühl war den Teilnehmern jedenfalls anhand der verschwitzten T-Shirts deutlich anzusehen.

Zum Abschluss diese aufschlussreichen Tages blieb Gastgeber Traupe nur noch ein ausführlicher Dank in Richtung des Referenten, die beide gemeinsam 2006 und 2007 für den SC Weende in Göttingen spielten. Nach dem Anruf von Traupe war es für Lai eine Ehrensache nach Hannover zu den DUDES zu kommen um eine Coach Clinic abzuhalten: Denn den Gefallen konnte er dem Mann, der ihm 2006 den Assist zu seinem einzigen Buzzer-Beater seiner aktiven Karriere gab und die Weender mit einem 3er in die Relegation für die 2. Regionalliga schoss. Basketball verbindet eben, auch über die aktive Zeit hinaus. In diesem Zuge bot Lai allen Teilnehmern noch einmal selbstverständlich und explizit an, dass sie sich bei Fragen gerne an ihn wenden mögen. Unter den Teilnehmern befand sich auch der NBV-Lehrwart Andreas Scheede, welcher es sich nicht nehmen ließ sich für die tolle und aufschlussreiche Coach Clinic bei den DUDES und bei Lukas Lai bedankte. Er betonte noch einmal die Wichtigkeit des Athletiktrainings in der Trainer Aus- und Fortbildung sowie für die Zukunft der niedersächsischen Kadermannschaften im Jugendbereich.

Infos zu Lukas Lai unter www.lukaslai.de



27.07.2015

Lukas Lai gibt Einblicke in modernes Kraft- und Athletiktraining

Es war ein interessanter und für einige Teilnehmer ein körperlich intensiver Sonntagnachmittag in der Akademie des Sports. Lukas Lai gewährte den anwesenden Trainern der gestrigen Coach Clinic praxisorientierte Einblicke in seine Philosophie.

Lukas Lai beim erläutern seiner Trainingsphilosophie für Kraft- und Atheltiktraining im Basketball.


Nach einer kurzen Begrüßung durch Gastgeber Danny Traupe, welcher das Coaches Mentoring der DUDES betreut, übernahm Referent Lukas Lai das Wort. Der gebürtige Gießener fühlte sich in der Region Hannover gleich ein bisschen heimisch, hat er doch in Göttingen und Hildesheim seine physiotherapeutische Ausbildung absolviert. Daneben hat er bis heute diverse Fortbildungen in den Bereichen Physiotherapie, manuelle Therapie und Athletik, u.a. in der Akademie des Sports Hannover, besucht, um seinen Status als ambitionierter und erfahrener Physiotherapeut und Atheltiktrainer zu unterstreichen. Zudem ist er Mitglied eines Expertengremiums mehrerer Athletiktrainer aus der BBL die sich seit 2014 jährlich zu einem Symposium im Januar Bonn/Troisdorf treffen und Fortbildungsseminare anbieten.

Nach ein paar einleitenden Worten und einen kurzen Übersicht über die geplanten Themen bat Lai die 15 Teilnehmer zum Einstieg in das Thema Krafttraining direkt zur aktiven Teilnahme auf. Mit vier Testübungen für die Rumpfmuskulatur, statische Übungen, deren Haltedauer eines jeden Sportlers gemessen wird. Die auf diese Weise ermittelten Referenzwerte kann ein Trainer regelmäßig wiederholen, um so Trainingserfolge zu kontrollieren. "Die Rumpfmuskulatur ist die Basis für einen stabilen Spieler" betont Lai in seinen Erläuterungen, finden sich doch bei den meisten Spielern, gerade im Freizeit- und Hobbybereich, aber auch bei den Profis eben in der Körpermitte die größten muskulären Defizite. Bereits von Beginn an betont Lai die präventive Bedeutung seines Trainings für Sportler, egal ob bei Basketballspielern oder anderen. Er sieht in erster Linie den Sportler als Individuum im Zentrum seines Trainings, weniger die ausgeübte Sportart. Die gezeigten Testformen sind ideal für Jugendmannschaften in allen Leistungsbereichen. Eben diese Tests führt er in den DBB-Teams ab der U15 durch und ergänzt, dass "die Spieler der heutigen U18-Nationalmannschaft diejenigen sind, die vor vier Jahren die mit den besten Testergebnissen in den Bereichen Kraft und Athletik waren". Weitere Testformen mit dynamischen Aufgaben waren z.B. Liegestütze deren Rhythmus von einem Metronom (30 bpm) vorgegeben wurden. Anschließend stellte Lai im Kraftraum diverser Kräftigungsübungen vor, bei denen er deutlich macht, dass Geräte für das Krafttraining von gesunden Sportlern nicht funktionell sind. Lediglich für die Wiederherstellung von Mobilität nach Verletzungen sieht er einen sinnvollen Zweck im Gerätetraining. Sein Fokus liegt immer in der Verbesserung von Funktionalität und Bewegungsmustern, vorgegeben durch die Bewegungsabläufe der Sportart und nicht durch die der Maschinen im Kraftraum. Entsprechend frei waren die Übungen, die auf den ersten Blick nicht viel Neues in sich bargen: Bankdrücken, Klimmzüge, Latzug, Kreuzheben sowie ein- und zweibeinige Kniebeuge. Nach der Erläuterung verschiedener Übungen und der Anwendungsmethoden in der Offseason (eher hypertroph, Kraftaufbau) und dem Training innerhalb einer Saison (Supersatz-Methode, Ausgewogenheit zwischen Ober-, Unterkörper) durften sich die Teilnehmer selbst an den Übungen ausprobieren und am Beispiel verschiedener Supersätze unter Anleitung von Lai ausprobieren. Alle Übungen basieren auf dem Push-Pull-Prinzip für Arme und Beine.

Nach einer 15-minütigen Pause ging es wieder zurück, vom Fitnessraum in die Sporthalle um sich nun dem Athletiktraining zu widmen. Das Thema wurde von Lai systematisch in Warmup, Speed, Agility und Quickness und Powertraining zergliedert. 

Einleitend erläutert Lai den Aufbau seines sechs stufigen Aufwärmprogramms, dass mit einem "allgemeinen Warmup" in Kleingruppen oder als Team gestartet wird, gefolgt von korrigierenden Übungen (statischen Dehnungsübungen), 360°-Rumpfstabilität, Dynamic Stretch, Laufschule und einer abschließenden "Aktivierung" durch kurze Drills für Schnelligkeit und Reaktion. 
Um die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems und des Bewegungsapparates anzuregen soll ein "general (allgemeines) Warmup" durchgeführt werden. Dies geschieht eigenständig durch die Spieler oder durch angeleitete Drills, je nach Trainingsgruppe und Möglichkeiten die ein Trainer mit seiner Mannschaft hat. Danach folgen sogenannte "korrigierende Übungen", statische Dehnungsübungen deren vorrangige Funktion korrigierend auf Immobilität und Verkürzungen des Bewegungsapparates wirken sollen. Als dritten Baustein setzt Lai bei der "Rumpfstabilität" an und setzt fort, wo er im Krafttraining bereits den Fokus hatte. Bekannte Übungen wie den Unterarmstütz werden hier angewendet, Lai baut aber gezielt Steigerungsstufen und Zeitkomponenten ein, die einen intensiveren Trainingseffekt verfolgen. Beim darauf folgenden "Dynamic Stretch" handelt es sich um eine Kombination aus dynamischen Dehnen und Stabilitätsübungen für den Rumpf. Abschließend wird mit der Durchführung einer Laufschule schon in den koordinativen Bereich hineingearbeitet. Vom Fussgelenkslauf bis hin zu Rhytmusläufen kann die Laufschule die Basics aus der aus der Leichtathletik enthalten aber auch um Basketball typische Schrittfolgen ergänzt werden.
Im Anschluss an das Warmup standen Trainingsformen für die Verbesserung von "Speed, Agility und Quickness" an. Hierzu durften die gerade aufgewärmten Clinic-Teilnehmer gleich weiter machen - nach einer kleinen Pause aber erst, war doch das Warmup schon ordentlich schweißtreibend. Auch für Speed, Agility und Quickness ist es für Lai wichtig eingangs einen Status quo zu erheben und stellt dafür zwei Testformen vor, die sowohl die Eigenschaften Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Wendigkeit einzelner Spieler in Erfahrung bringen. Die Ergebnisse sind sowohl für den Trainer, als auch für den Spieler selbst ein gutes Kontrollorgan, ob eben die genannten Eigenschaften gut oder weniger gut ausgeprägt sind und folglich verbessert werden müssen. Methodisch geht Lai nach dem Stufenmodell A, B, C vor. Das Modell verfolgt den Erwerb von koordinativen Grundfertigkeiten (A) hin zu anspruchsvolleren Übungen mit Bewegungselementen (B) bis schließlich zu Übungen wo der Athlet unter höchster Belastung (C) sein Können trainiert und verbessert. Der T-Test (Video) ist dabei eine Möglichkeit diese entsprechend zu prüfen, idealerweise mit einem Lichtschrankensystem.
Beim Power-Training packt Lai die guten alten Medizinbälle aus richtet schöne Grüße von Felix Magath an das Plenum. Mit seinem Übungsarsenal schließt Lai den Kreis zum Krafttraining aus dem ersten Clinic Block. Hier kommt es nun zu dynamischen Übungen um die Power - Lai versteht darunter eine Masse in kürzester Zeit maximal zu beschleunigen - eines Spieler zu verbessern. Unter intensivem Einsatz einiger Clinic-Teilnehmer hat Lai eine Auswahl an Übungen gezeigt, die letztlich für jeden Trainer mit einfachsten Rahmenbedingungen auch im Hobby- und Freizeitbereich umzusetzen sind und die Spieler schnell und effektiv verbessern können. Die Probanden fanden es zumindest gut und haben tatsächlich ein paar neue Grenzen und Herausforderungen am eigenen Leib unter professioneller Anleitung erleben dürfen. Die Begeisterung und das positive Körpergefühl war den Teilnehmern jedenfalls anhand der verschwitzten T-Shirts deutlich anzusehen.
Zum Abschluss diese aufschlussreichen Tages blieb Gastgeber Traupe nur noch ein ausführlicher Dank in Richtung des Referenten, die beide gemeinsam 2006 und 2007 für den SC Weende in Göttingen spielten. Nach dem Anruf von Traupe war es für Lai eine Ehrensache nach Hannover zu den DUDES zu kommen um eine Coach Clinic abzuhalten: Denn den Gefallen konnte er dem Mann, der ihm 2006 den Assist zu seinem einzigen Buzzer-Beater seiner aktiven Karriere gab und die Weender mit einem 3er in die Relegation für die 2. Regionalliga schoss. Basketball verbindet eben, auch über die aktive Zeit hinaus. In diesem Zuge bot Lai allen Teilnehmern noch einmal selbstverständlich und explizit an, dass sie sich bei Fragen gerne an ihn wenden mögen. Unter den Teilnehmern befand sich auch der NBV-Lehrwart Andreas Scheede, welcher es sich nicht nehmen ließ sich für die tolle und aufschlussreiche Coach Clinic bei den DUDES und bei Lukas Lai bedankte. Er betonte noch einmal die Wichtigkeit des Athletiktrainings in der Trainer Aus- und Fortbildung sowie für die Zukunft der niedersächsischen Kadermannschaften im Jugendbereich.

Infos zu Lukas Lai unter www.lukaslai.de
 



23.07.2015

Interview mit Philip Schriever

Seit einigen Wochen haben die DUDES im Damenbereich einen neuen Coach. Im Interview stand er uns Rede und Antwort.

Für alle, die Dich nicht kennen: stelle Dich doch mal bitte vor und beschreibe Deinen bisherigen sportlichen Werdegang als Spieler und Trainer.

Ich versuch es kurz zu machen: vor gut 18 Jahren habe ich die Liebe zum Basketball entdeckt und fast zeitgleich die goldenen Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Meine aktive Zeit als Spieler habe ich komplett beim TKH verbracht, wo ich neben sportlichen Erfolgen vor allem unglaublich gute und fördernde Trainer kennenlernen durfte, von denen ich mir inhaltlich, aber auch menschlich eine Menge abschauen konnte.
Dieses Wissen hat mir dann erst im Jugend-, kurze Zeit später im Herrenbereich des VfL Grasdorf bei meinen ersten Erfahrungen als Trainer extrem weitergeholfen, und mir dann auch die Chancen geboten, mehrere spannende Jahre mit den VfL-Damen in der Regionalliga an der Seitenlinie aktiv zu sein.
Und jetzt nach knapp 4 Jahren Familienpause juckt es wieder in den Fingern.

Du hast das Team ja jetzt schon ein paar mal zusammen gehabt; welche Eindrücke hast Du bisher von den Mädels?

Einige der Spielerinnen kenne ich ja noch von früher, zudem habe ich mir vor meiner Entscheidung ein paar Spiele in der vergangenen Saison angesehen. Für mich ist das Wichtigste, dass wir Vollgas geben - und das bestätigen die Mädels in den Einheiten bisher komplett. Sie bringen viele gute Basics mit, sind dabei aber absolut lernhungrig, wollen voll Attacke machen, und neues gleich und sofort umsetzen - manches Mal sind sie dabei noch ein wenig zu ungeduldig und zu selbstkritisch: gut Ding will Weile haben. Aber: alles gut.

Welche Ziele hast Du mit dem Team (kurz-, mittel- und langfristig)?

Gilt für alle 3 Zeithorizonte: es soll einen Sinn ergeben, was wir da tun. Mein Ziel ist, als besseres Team aus der Halle zu gehen, als das wir reingegangen sind. Das gilt für Training und Spiel gleichermaßen. Wenn wir dabei dann auch noch besser sind als die anderen, ist es vollkommen ok, einen rosa Zettel in der Tasche mit nach Hause zu nehmen. Wohin das führt: wir werden sehen.

Welche Art Basketball willst Du spielen lassen?

Welche Arten gibt es denn? Ich kenne bisher nur Team-Basketball. Das hat für mich immer Sinn gemacht, warum sollte ich daran also etwas ändern. Wir haben einige individuell recht gute Spielerinnen in unseren Reihen, also sollten wir diese Kräfte zusammenwerfen und ein starkes Team daraus machen. Außerdem glaube ich: 1 gg. 5 ist unfair.

Was machst Du, wenn Du nicht gerade auf der Arbeit bist oder am Spielfeldrand stehst?

Ähhm, wenn mit Spielfeldrand auch der Rand der Kinderspielfelder zu Hause gemeint ist, dann gibt es diese Zeit nicht.

Welches war als Kind/Teenager Dein Lieblings-NBA-Team und Dein Lieblings-Spieler?

Ich fand Roncalli immer besser als die NBA. Und da ist mein Lieblingsteam Bernhard Paul als Clown Zippo mit Fancesco Caroli und Angelo Munoz im legendären Sketch "Bienchen Bienchen, gib mir Honig".

Welche ist Deine Lieblings-Big-Lebowski-Szene?

google -> "big lebowski beste szene".
Oh ja...
"Dude: Mann, wenn mich meine bekackte Exfrau fragen würde, ob ich auf ihre bekackte Töle aufpasse so lange sie mit ihrem Stecher auf Honolulu ist, würde ich ihr kräftig ins Hirn kacken."
(ich sollte diesen Film wirklich mal sehen...)



20.07.2015

UPDATE COACH CLINIC "Kraft- und Athletiktraining"

Die Fortbildung am kommenden Sonntag mit 4 Lerneinheiten zu den Themen Kraft- und Athletiktraining mit Lukas Lai von den Giessen 46ers wird natürlich mit einer Teilmnahmebestätigung bescheinigt und ist anrechenbar für eine Lizenzverlängerung.

Anmeldungen sind bis Freitag an dtraupe@lindendudes.de zu schicken. Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- EUR.

Beginn ist um 13.00 Uhr im LandesSportbund Niedersachsen, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg.



17.07.2015

DUDES-Helfereinsatz bei der TEAM Challenge Hannover

Wohlgenährt und fleißig bei der Arbeit

[ms] Am gestrigen Donnerstag fand wieder die TEAM Challenge Hannover statt, dieses mal an neuer Stätte im Kleefelder Bad. Auch dieses Jahr beteiligten sich wieder zahlreiche fleißige DUDES-Bienen als Streckenposten sowie Gittermeister. Nebenbei konnte man allerlei einfallsreiche Verkleidungen bei den Läufern bestaunen. Favourit war eindeutig der liebelvoll dekorierte Hundehaufen.



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